Die Unsichtbaren : eine Insel-Saga

Jacobsen, Roy, 2019
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Medienart Buch
ISBN 978-3-406-73183-9
Verfasser Jacobsen, Roy Wikipedia
Beteiligte Personen Haefs, Gabriele Wikipedia
Brunstermann, Andreas Wikipedia
Systematik DBI - Belletristik International
Verlag C.H.Beck
Ort München
Jahr 2019
Umfang 613 S.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Roy Jacobsen. Aus dem Norweg. von Gabriele Haefs und Andreas Brunstermann
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Hertwiga Kröss;
Das Leben der Familie Barrøy auf einer kleinen Insel im Norden Norwegens von den 1920er-Jahren bis in die Nachkriegszeit. (DR)
Die Familie des Fischers und Bauers Hans Barrøy fristet in ihrem Inselrefugium an der norwegischen Küste ein karges Dasein. Das Inselleben hat seine eigenen Gesetze, bestimmt vom Wetter und vom Meer. Die Männer gehen wochenlang auf Fischfang, die Frauen bestellen zu Hause die Äcker für den Eigenbedarf und rudern auf die Hauptinsel, um Fisch, Enteneier und Daunen zu verkaufen. Strom gibt es keinen und als Heizmaterial dient der Torf, den sie selber stechen. Im Zweiten Weltkrieg hat die abgeschiedene Lage ihre Vorteile, ganz abkapseln können sie sich trotzdem nicht. Kritisch wird die Lage, als eines Tages die Leichen von Kriegsgefangenen angeschwemmt werden, die von einem Schiffstransporter stammen, der bombardiert wurde und sank. Ingrid, die erwachsene Tochter, bemerkt darunter einen Überlebenden und pflegt ihn gesund. Sie kennt seine Nationalität nicht, denn sie sprechen nicht die gleiche Sprache. Vermutlich ist Alexander Russe, denn er schreibt kyrillische Buchstaben. Es entsteht eine kurze, verbotene Liebe, aber die deutschen Besatzer auf der Hauptinsel werden misstrauisch, deshalb verhilft ihm Ingrid zur Flucht.
Neun Monate später bringt sie Kaja zur Welt. Alexander geht ihr nicht aus dem Kopf und so macht sie sich nach Kriegsende mit ihrem Baby auf, um seinen Spuren zu folgen. Sie durchwandert Norwegen von West nach Ost, überwindet die schwedische Grenze und stößt oft auf Schweigen und Misstrauen in diesem noch ungewohnten Frieden. Diese Reise führt Ingrid aber auch zu ihrem eigenen Ich und sie erkennt, wo ihre wahre Heimat ist.
Der norwegische Autor erzählt diese Insel-Saga in ganz eigenem Stil, die direkte Rede wird sparsam eingesetzt. Der rund 600 Seiten starke Roman ist keine leichte Lektüre, es wird viel Raum für eigene Deutungen gelassen, da die vorherrschende Kommunikationsform der Inselbewohner das Schweigen ist. Sehr zu empfehlen.

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